> Wenn nicht ich...? - Andreas Mueller



?..Wer sich aufs Leben einlaesst, bleibt nicht vor der Tuere stehn, sonder geht hinein, dringt vor. Wer sich aufs Leben einlaesst, begibt sich mitten ins Leben. Wer sich aufs Leben einlaesst, entdeckt, sucht, erkennt, erlebt. Lernen kennt kein Ankommen. Es ist ein lustvolles Unterwegssein. Lernen ist kein Ort, wo man ankommt. Lernen ist eine Art zu reisen.

Aber eben: Lernen ist keine Pauschalreise mit fixen Programmen zu fixen Kosten, wo der Fensterplatz im bequemen Reisecar oder die Groesse des Schnitzels beim Nachtessen im gemuetlichen Mittelklasshotel die einzigen Unterschiede bilden. Gemeint ist die Individualreise. Damit verbindet sich die Freiheit, vor Ort entscheiden zu koennen, ob ich an einem Programm teilnehme oder auf eigene Faust entdecken will. Das erfordert die Bereitschaft, sich zu orientieren, sich zu verstaendigen, sich zu entscheiden. Und das gruendet auf einer Portion Optimismus, Mut, Zuversicht und Vertrauen- in sich und in seine Faehigkeiten. Es ist das Ergebnis eines Paktes mit sich selber: Was auch kommt, ich schaffe es. Und es geht von der Erkenntnis aus: Die einzige Sicherheit liegt in mir selbst-ueberall sonst ist sie ein Mythos. Die sichere Geldanlage, die sichere Beziehung, der sichere Flug, die sichere Stelle ? alles Mythen. Wenn ich Sicherheit suche, dann bei mir. An mir weiss ich, was ich habe.

?.. Glueckliche Menschen akzeptieren Veraenderungen nicht nur, sie heissen sie willlkommen. Denn weshalb sollen sie sich wuenschen, dass die kommenden fuenf Jahre so werden, wie die vergangenen fuenf waren? Der Spass des Lebens liegt zu einem guten Teil darin, dass alles Moegliche passieren kann. Also, lernen wir mit diesen Unsicherheiten leben, ja lernen wir sie lieben. Freude an Veraenderungen impliziert die aktive Bereitschaft, sich den sich wandelnden Gegebenheiten anzupassen. Mehr noch: es heisst, diese Veraenderungen mitgestalten zu wollen. Und es heisst: Fit sein fuer die Zukunft. Fit for life!