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United Fruit Company in Guatemala
Die United Fruit Company besaß große Landflächen in Mittelamerika. Viele sahen
sie deshalb als die eigentliche Macht in diesen Ländern an, da United Fruit durch
seine Wirtschaftskraft die Geschicke der kleinen Staaten dominierte. Die Firma hat
nachweislich mehrmals Regierungen in Mittelamerika gestürzt (oder stürzen lassen),
die eine Politik betrieben, die den Interessen des Konzerns zuwider lief.
Das bekannteste Beispiel bietet der Sturz der Regierung in Guatemala: Bis 1985
befand sich der Hauptsitz der UFC in Guatemala. Der Konzern betrieb Plantagen,
die Post, die Eisenbahn sowie den einzigen Karibikhafen. Diese Infrastruktur
wurde fast ausschließlich für wirtschaftliche Zwecke benutzt, die Gebühren waren
für die Zivilbevölkerung meist unbezahlbar. Der bis 1944 regierende Diktator
Jorge Ubico gewährte der UFC zollfreie Importe auf Baumaterialien und geringe
Ausfuhrzölle auf Bananen. 1944 wurde jedoch die Diktatur in Guatemala gestürzt
und daraufhin Juan José Arévalo als neuer demokratischer Präsident gewählt,
1951 wurde Jacobo Arbenz sein Nachfolger.
Die neue Regierung enteignete gegen
eine angemessene Entschädigung etwa 530 km² Land von der UFC und verteilte es
an Kleinbauern. Außerdem forderte sie bessere Arbeitsbedingungen, Mindestlöhne
und Sozialleistungen. Die UFC protestierte daraufhin beim amerikanischen
Außenministerium und forderte unter dem Vorwand, die neue Regierung sei kommunistisch,
einen Regierungssturz. Der damalige Außenminister der USA, John Foster Dulles
(welcher früher als Anwalt bei UFC arbeitete) sowie sein Bruder Allen Dulles,
Chef der CIA, leiteten dann am 16. Juni 1954 mittels einer Söldnertruppe von
nur 400 Mann um den Exil-Guatemalteken Castillo Armas den Sturz der
guatemaltekischen Regierung ein (Operation PBSUCCESS). Als Präsident Arbenz
endgültig die Kontrolle über sein Land verlor, trat er am 27. Juni 1954 zurück
und überließ Castillo Armas das Amt. Als eine der ersten Amtshandlungen gab er
der UFC das enteignete Land zurück und strich sämtliche Arbeitnehmerschutzgesetze.
Es folgte eine fast 40 Jahre andauernde, von der CIA unterstützte Militärdiktatur,
die vermutlich über 100'000 Tote forderte.
Weltproduktion
Bananen wachsen in tropischen und subtropischen Regionen. Im Jahr 2002 wurden
weltweit etwa 68 Millionen Tonnen Bananen geerntet.
In diesem Jahr ernteten zwölf Staaten 78,31% der Weltbananenernte. Der weltweit
größte Produzent ist Indien mit 16,5 Millionen Tonnen vor Ecuador mit 7,56 Mio.
Tonnen. Weitere bedeutende Produzentenländer sind Brasilien, Kolumbien, Costa Rica,
Honduras, Panama, Guatemala, Mexiko, China, Philippinen, Indonesien, Thailand,
Vietnam, und Burundi. Nicht alle Hauptanbauländer für Obstbananen spielen auch für
den Export eine Rolle. So wird z. B. in Brasilien, China, Indien und Thailand im
Wesentlichen für den Eigenbedarf produziert.
Hauptexportländer sind die mittelamerikanischen Staaten Ecuador, Costa Rica, Kolumbien,
Honduras, Panama, Guatemala und die Philippinen.
Hauptimporteure sind weltweit die USA, die Europäische Union und Japan.
In Deutschland wurden 1995 für jeden Bundesbürger etwa 15 kg Bananen eingeführt.
Damit ist sie nach dem Apfel die Frucht, die am meisten gegessen wird.
Geschichte
Die Banane stammt ursprünglich aus der südostasiatischen Inselwelt. Nach Afrika
kam die Banane wohl mit den austronesischen Einwanderern, die Madagaskar vom
heutigen Indonesien aus besiedelten und die auch den Reis nach Madagaskar brachten.
Von den Kanarischen Inseln, wo die Spanier sie angepflanzt hatten, gelangte sie
nach Amerika. 1502 gründeten portugiesische Siedler die ersten Plantagen in
der Karibik und in Mittelamerika.
Bis in die 1960er Jahre war die Hauptsorte für den Export die "Gros Michel".
Die Früchte waren größer und geschmackvoller als die heutigen Bananen. Der Anbau
dieser Sorte in Monokulturen wurde durch die Panama-Krankheit
derart erschwert, dass sie heute kaum noch für den Export kultiviert wird.
Derzeit ist die Hauptsorte für den Export die "Cavendish".
Seit Anfang der
1990er Jahre ist eine Art der Panama-Krankheit bekannt, die auch diese Sorte
angreift. Geschmacklich ähnliche Alternativen und Heilung gibt es derzeit
(2005) noch nicht wirklich und die Schätzung ist, dass in 10 bis 20 Jahren
auch die "Cavendish" nicht mehr in Monokulturen angebaut werden kann. Das
Einkreuzen von Resistenzgenen in die Sorte "Cavendish" war bisher nicht
erfolgreich – daher wird derzeit intensiv an transgenen Bananenlinien
geforscht. Ein Einkreuzen ist generell bei den meisten Bananensorten nicht
möglich, denn seit die Banane in Kultur genommen wurde, sind die meisten
Bananensorten steril geworden, das heißt die Früchte werden ohne eine Bestäubung
und Befruchtung gebildet. Werden keine Samen gebildet, so ist keine generative
Vermehrung möglich, also auch keine Kreuzung. Die meisten Bananensorten sind
Klone, das heißt sie werden rein vegetativ vermehrt.